Vergessene Felsen am Rande des Pegnitztals: Gehrestalwächter und Heuchlinger Wand

Frankenjura.com - 05.05.22

Die Heuchlinger Wand und Gehrestalwächter oberhalb von Pommelsbrunn ist nicht wirklich neu. Die kleine Felsgruppe - links der Gehrestalwächter, rechts die Heuchlinger Wand - ist bereits in den Kletterführern von Rudolf Bucher und Oskar Bühler aus den 1980er Jahren enthalten, dort allerdings nur in Textform. In den vergangenen Jahren sind die Routen dort saniert worden, möglicherweise kam der eine oder andere Anstieg hinzu.

Abgesehen vom ungesicherten Ostkamin (2) befinden sich die leichtesten Routen, der Erdnusshändler (5) und die Weihnachtsbescherung | Middlehoffs goldene Uhr (5+) im rechten Teil der Heuchlinger Wand und sind passabel abgesichert.

Sehr eindrucksvoll und an schönen Griffstrukturen, jedoch mit ziemlich schlechter Absicherung zieht die Nordverschneidung | Nordwandgesicht (5+) in der Einbuchtung zwischen Gehrestalwächter und der Heuchlinger Wand nach oben. Schwerer ist der Willi Weippert Gedenkweg (7) rechts daneben. Hier wird Risskletterei in verschiedenen Varianten abgefragt. Die Heuchlinger Wand | Der kleine Friend (7+) ist einen Ticken athletischer und hat am Ende noch eine saftige Schlüsselstelle.

Ganz links befindet sich der Ba-Ze-Pfeiler | Schlamperladen (7-), kleingriffig und -trittig und mit giftigen Einzelstellen versehen. Die Heuchlinger Platte (9-) geht mehr oder weniger gerade durch die Wand. Weit auseinander liegende und teils gar nicht mal so schlechte Leisten und Löcher, aber ein schwaches Trittangebot charakterisieren die Route. Allgemein ist die Wand recht staubig, so dass noch einige Begehungen nötig sind, bevor diese im Idealzustand ist.

Ein Wermutstropfen: Einige Umlenker stecken in tonnenschweren, vollständig abgelösten Blöcken, die wahrscheinlich allein aufgrund ihrer Masse noch die kommenden tausend Jahre dort bleiben, wo sie jetzt liegen. Vielleicht aber auch nicht.

Die Wand ist ost- und nordseitig ausgerichtet, 15-20 Meter hoch und bietet meist senkrechte Klettermeter an Leisten, Rissen und Slopern. Mit dem Erscheinen dieses Artikels ist der Fels samt seiner 12 Routen auf Frankenjura.com und auch in der neuen KletterApp enthalten.




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